Das Reißigerhaus (Einzeldenkmal) steht im Kern der historischen Altstadt von Bad Belzig. Es wurde im Jahre 1728 als Schul- und Kantorenhaus neben der St. Marienkirche erbaut. Ende des 18. Jahrhunderts lebte hier der Belziger Kantor Christian Gottlieb Reißiger, dessen ältester Sohn, Carl Gottlieb Reißiger, als Komponist und Hofkapellmeister in Dresden wirkte. Nach ihm ist das Reißigerhaus benannt. Heute beherbergt das Haus Wohnungen und Büroräume.

Ab 1967 bis zu ihrem Tode 2011 lebte und arbeitete Thea Labes im Reißigerhaus. Hier schrieb sie ca. 400 Seiten Partitur für die Aufführung des Oratoriums „David“
ab, plante und organisierte gemeinsam mit ihrer Mitstreiterin Anneliese Krolzig Konzerte und große Aufführungen und gestaltete dazu die Plakate, die bis zu ihrem Tode dem gesamten Flur- und Treppenhaus eine besondere „Note“ verliehen.
Es war immer ihr Wunsch, das Haus als Sitz für die Stiftung und die Reißiger-Gesellschaft zu erwerben. Dieses Vorhaben konnte sie zu ihren Lebzeiten nicht in die Tat umsetzen.

Im Jahre 2018 hat die Stiftung das Reißigerhaus erworben und noch im selben Jahr mit der Sanierung begonnen.
Gleichzeitig reiften Vorstellungen und Pläne für die Einrichtung des in der Satzung verankerten Gedenkortes, die 2019/20 in den renovierten Räumen umgesetzt werden konnten.

Mit der Eröffnung des Gedenkortes (am 21. März 2020) im Reißigerhaus ist die für unsere Stadt und das Land Brandenburg herausragende musikhistorische Bedeutung des Komponisten und die Verdienste der Bad Belziger Ehrenbürgerin Thea Labes um die Wiederentdeckung seines Werkes in ansprechender Form erlebbar.

 

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